Freitag war’s

LL Ost, 15. Runde; 0-1 vs. Naarn

Wenn man an einem Freitag Abend nach 90 Minuten Fußball das Wochenende verflucht und man schon am nächsten Tag die Gewissheit hat, dass der sichere Klassenerhalt um weitere 3 Punkte in die Ferne gerückt ist, dann ist das nicht nur bitter, sonder auch höchst beunruhigend. Aber was musste vorgefallen sein? Was musste man gesehen haben um sich an den schönsten Tage der Woche so den Kopf zu zerbrechen und sich so zu ärgern?

Sicher ist nur, dass es nicht die zumindest in der zweiten Halbzeit ansprechende Partie unserer Reserve war. Denn die hatte trotz widrigster Wetter- und Windbedingungen das Beste aus dem gemacht was die Mannschaft im Moment zu leisten im Stande ist und mit einem Abstoßtor durch Alexander Steller einen Pausenrückstand egalisierte und in der Folgezeit aufopferungsvoll Kämpfte und alle Mittel einsetzte die Partie nicht zu verlieren. Auch wenn Sie die Niederlage gegen einfach abgeklärte Gäste nicht verhindern konnte. Es war etwas da, zumindest 45 Minuten Leidenschaft, Wille und das erkämpfte Quäntchen Glück.

Nicht nur dass elendige Wetter mit heftigen Winden und nasskalten Temperaturen sorgte für wenig Fußballfreude! Nein, auch die Mannschaft auf dem Feld zeigte von der ersten Minute, dass es wohl nicht zu dem kommen würde was sich viele erhofft hatten. Einem Aufbäumen, einer Trotzreaktion, einer überzeugenden Leistung oder einfach nur einem klaren Lebenszeichen in Richtung Ligakonkurrenz. Die Spieler selbst werden es wohl anders sehen. Und vielleicht auch ein paar der Zuschauer. Aber dennoch, von außen wirkte der Auftritt ideenlos, uninspiriert  und einfach nicht zwingend genug. Man fand nur selten Mittel die kompakt stehende Defensive der Gäste zu knacken oder zumindest zum wackeln zu bringen. Selbst der stets gefährlich und treffsichere Abdullahu konnte gegen einen soliden Schlussmann im Gästetor keinen Ball versenken. Stattdessen kamen die gegen den starken Wind spielenden Gäste zu den beiden besten Möglichkeiten der ersten Halbzeit.

Und auch in Hälfte Zwei wirkte es nicht anders. Mit jedem Anrennen in Richtung Strafraum des Gegners, verlor man zusehends die Kontrolle über das Spiel und lief in Folge dessen nur all zu oft dem Gegner und dem Ball hinterher und musste zudem eine knappe viertel Stunde vor Spielende den Gegentreffer zum 0-1 Endstand hinnehmen. Ob der Gegentreffer eher dem Resultat eines Flipperautomatenstoßes glich, bei dem am Ende nur jemand zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand oder der Torschütze richtig stand weil er dort stand wo er zu stehen hat, darüber lässt sich streiten. Das Resultat aber bleibt eine Niederlage gegen einen nicht überzeugenden Gegner auf Heimischem Platz und eine unnötige rote Karte in der Nachspielzeit.

„Man of the Match“

Da hier niemand angeklagt wird und niemandem etwas vorgeworfen werden soll, wird diese Wahl heute einfach ignoriert.

Fazit zur Stimmung:

Dank eines unglaublichen Mobs, in dem wirklich jeder der Anwesenden alles gab und sich bis zum zerreißen für das Team aufopferte, konnte eine wahre Gänsehautatmosphäre erzeugt werden! Und dank der zahlreichen Freitagspartien in dieser Runde können wir noch mehr davon erleben! Vorfreude!

Fazit zum Spiel:

Wieder verliert man eine Partie gegen einen Gegner bei dem man selbst mit einem unentschieden gestraft genug gewesen wäre. Aktion ist gegen solche Teams gefordert und nicht Reaktion. Aber selbst wenn man das Spiel so bestreiten muss wie am vergangenen Freitag, so sollte die Mannschaft sich wenigstens die Tugenden des Abstiegskampfes zu Herzen nehmen.

2 Kommentare

  1. wie währe es mit neuen fotos ! ihr habt sicher ein paar ganz tolle !

  2. neue fotos würden gut passen